Wahlpflichtfächer
Im Wintersemester 2008/2009 gibt es für den auslaufenden Diplomstudiengang keine WPFs im Bereich AV Produktion
Videopodcasting - Hauptstudium - SS 2008 und SS 2007
Steve Jobs war der Ansicht niemand wolle sich einen Film auf einem kleinem Display ansehen.
Der Vorbehalt gegen das kleine Format ist für Kinofilme sicher angemessen.
Die detailreichen, aufwändig produzierten Bilder brauchen die große Leinwand.
Schon der Schnitt am Computer, mit dem kleinen Monitorfenster erweist sich als Schwierigkeit,
die Wirkung der Bilder im Kino angemessen zu kalkulieren.
Aber was passiert, wenn gleich für das kleine, mobile Format produziert wird? Welche Bildsprache ist angemessen?
Wie wirkt sich die Möglichkeit zum schnellen Up- und Download auf die Produktion aus? Sind schnelle,
spontane Umsetzungen nahe liegend? Oder ausgearbeitete Produktionen, die man sich immer wieder ansehen mag?
Welche Anwendungsbereiche sind möglich?
Dokumentation - nicht fiktionales Erzählen im Film - Grund- und Hauptstudium - SS 2006 und WS 2004/2005
Die Kinogeschichte beginnt mit dokumentarischen Aufnahmen der Brüder Lumière. Seit diesen ersten Filmvorführungen
hat sich der Dokumentarfilm neben dem Spielfilm als hochdifferenziertes Genre entwickelt. Fernsehsender haben feste Sendeplätze
für dokumentarische Formate. Das reicht von der geschichtlichen Dokumentation mit Rekonstruktionen oder Zeitzeugen bis zur Dokusoap.
Europaweit gibt es etablierte Dokumentarfilmfestivals, bei denen auch die Dokumentationen ein Forum finden, die nicht in die Kinos oder
ins Fernsehen kommen.
Video mit kompakter Technik und preiswerten Produktionsbedingungen bietet sich für Dokumentationen besonders an.
Einige der herausragenden Dokumentationen der letzten Jahre wurden als Video produziert - und wären ohne Videotechnologie
nicht möglich gewesen.
Im Laufe des Semesters werden Dokumentationen gezeigt und auf ihre Erzählstruktur und die filmischen Mittel hin analysiert.
Im praktischen Teil der Veranstaltung soll eine Kurzdokumentation von 5 – 15 min realisiert werden.
Raum Bildraum - Grundstudium und Hauptstudium - WS 2006/2007, SS 2005 und WS 2003/2004
Für die Darstellung von Raum gibt es Regeln, aber auch vielfältige Möglichkeiten zum Experiment.
Welche Konventionen sich in der Darstellung von Bildraum für die Film- bzw. Videoproduktion etabliert haben und
wie Filmemacher damit umgehen, wird im Vorlesungsteil der Veranstaltung gezeigt und erarbeitet.
Filmbeispiele: Orson Welles, Othello;
Alfred Hitchcock; Vertigo, Yasuiro Ozu; Good Morning und A. & L. Wachowski; The Matrix
Editing - Grundstudium und Hauptstudium - SS 2004 und WS 2005/2006
Die kleinste Einheit des Films ist das Einzelbild. Nur durch die schnelle Abfolge von Einzelbildern entsteht überhaupt erst Bewegungsillusion. Die Notwendigkeit der Abfolge von Einzelbildern bedingt auch die Zeitgebundenheit des Mediums Film. Am Set werden zunächst Einstellungen aufgenommen, kürzere Abfolgen von Einzelbildern, die in Realzeit das Geschehen aufzeichnen. Diese Einstellungen sind das Rohmaterial für die Montage des Films. Erst bei der Montage werden die Längen der Einstellungen endgültig festgelegt. Handlungsabläufe werden in mehrere Einstellungen aufgelöst. Handlungsstränge können miteinander verknüpft werden. Das Material wird zeitlich neu organisiert. Dadurch bestimmt die Montage wesentlich Rhythmus und Dramaturgie des Films. Im Laufe der Filmgeschichte haben sich vielfältige Montagetechniken herausgebildet, die hier im Einzelnen dargestellt und an Filmbeispielen analysiert werden. Im praktischen Teil der Veranstaltung wird eine Handlung entwickelt und als Kurzfilm umgesetzt.