Kurzportrait der Fachhochschule Kaiserslautern
Die Fachhochschule Kaiserslautern versteht sich als moderne Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung. Rund 5700 Studierende und etwa 160 Professorinnen und Professoren lernen, lehren und forschen in fünf Fachbereichen an den Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken. 1996 aus einer Abteilung der ehemaligen Fachhochschule Rheinland-Pfalz hervorgegangen, nutzte die Hochschule, deren Wurzeln bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen, ihre Selbstständigkeit um sich den Kernaufgaben der grundständigen Lehre, der akademischen Weiterbildung und der angewandten Forschung und Entwicklung mit dem damit verbundenen Technologietransfer zu widmen und ihre Wettbewerbsposition weiter auszubauen.
Das Studienangebot umfasst Studiengänge aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften, Gestaltung, Wirtschaftswissenschaften, Informations- und Kommunikationswissenschaften. Praxisnähe und Innovation, Interdisziplinarität und Flexibilität, Internationalität aber vor allem auch regionale Bezüge – das sind Kennzeichen der Studiengänge, die im Rahmen des Bolognaprozesses zügig auf zeitgemäße Abschlüsse umgestellt wurden. Zurzeit bietet die FH 23 Bachelorstudiengänge sowie 15 Master- und Weiterbildungsstudiengänge.
Die Forschung und Entwicklung an der Fachhochschule Kaiserslautern ist überwiegend anwendungsorientiert und findet fast ausschließlich in Kooperation mit Unternehmen statt. Die Hochschule steht hier insbesondere der lokalen Wirtschaft als Partner zur Verfügung, wobei durch die Betreuung studentischer Arbeiten in Unternehmen sehr viele Personen aktiv am Wissens- und Technologietransfer beteiligt sind. Die aktive Mitarbeit im Transferwissensnetz t:win erschließt zudem auch das Potential der anderen sechs rheinland-pfälzischen Fachhochschulen.
Vor mehreren Jahren richtete die Hochschule drei angewandte Forschungsschwerpunkte ein: „Integrierte miniaturisierte Systeme“, „Zuverlässige Software-intensive Systeme“ und „Nachhaltige und Ökologische Produkte und Verfahren“. Kernkompetenzen der Schwerpunkte sind die Mikrosystemtechnik (ein moderner Reinaum mit mehreren Prozesslinien erlaubt die Entwicklung von Mikro- und Nanobauteilen), die Werkstoffmechanik (Eigenspannungsuntersuchungen), die Entwicklung von Systemen, bei denen Software in engem Zusammenhang mit technischen oder organisatorischen Komponenten steht und der Bereich des nachhaltigen Bauens und Gestaltens.
Im Umfeld dieser Schwerpunkte sind einige Einrichtungen entstanden, die der Wirtschaft als Partner für Aufträge oder gemeinsame Projekte zur Verfügung stehen. Die drei Jüngsten seien hier erwähnt, für alle anderen wird auf die Homepage unter der Rubrik Forschung verwiesen. In das Kompetenzzentrum Bio Medical Engineering, das 2008 mit finanzieller Unterstützung des Landes eingerichtet wurde, fließen die Expertisen der am neuen Studiengang Applied Life Sciences beteiligten Professoren ein. Synergien aus den Bereichen der Mikrosystemtechnik und der Nanotechnologie sowie aus der Medizin und Biologie liefern komplett neue diagnostische Ansätze, Therapien und Simulationsmöglichkeiten. Kernkompetenz des Instituts für nachhaltiges Bauen und Gestalten ist die integrative, energetische und technische Optimierung von architektonischen Planungs- und Ausführungsprozessen unter Berücksichtigung des Lebenszyklus von Gebäuden. Beim Competence Center Instructional Design in Technology stehen Entwurf und Optimierung von Erlern- und Bedienbarkeit komplexer technischer Systeme im Mittelpunkt.
Die Fachhochschule Kaiserslautern fördert den Austausch von Studierenden und Professoren mit ihren 65 Partnerschulen weltweit und garantiert damit Internationalität im Studium.
