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Neues "wissenschaftliches Arbeitspapier" im FB Betriebswirtschaft

Prof. Dr. Piazolo erforscht Medizintourismus

Marc Piazolo stellt die Forschungsergebnisse vor

Die jüngste Veröffentlichung im Rahmen der Reihe „Wissenschaftliche Arbeitspapiere“ des Fachbereichs Betriebswirtschaft trägt den Titel „The Economics of Medical Tourism, A Case Study for the USA and India“. In dem Arbeitspapier stellt der Zweibrücker Professor Marc Piazolo die jüngsten, gemeinsam mit seiner US-amerikanischen Kollegin Nursen Zanca erarbeiteten Ergebnisse zu den ökonomischen Grundlagen des internationalen Medizintourismus vor.

Im Rahmen eines Auslandssemesters an der University of the Incarnate Word (UIW) in San Antonio, Texas bearbeitete Piazolo zusammen mit seiner US-Kollegin Zanca dieses neue, bisher eher selten betrachtete Forschungsgebiet. Beide Ökonomen sind auf den Bereich der internationalen Wirtschaftsbeziehungen spezialisiert und untersuchten im Rahmen ihrer Studie die wirtschaftlichen Hintergründe sowie die volkswirtschaftlichen Chancen, die sich durch den internationalen Patiententourismus ergeben. Als Beispielländer boten sich die USA, sozusagen als Herkunftsland der Analysten und Indien als Schwellenland mit vielen US-amerikanischen Patiententouristen an. Um die hohen US-Kosten der medizinischen Versorgung – z.B. bei einer Hüftoperation zu 40.000 EUR – zu vermeiden, reisen amerikanische Bürger nach Indien, wo die entsprechende medizinische Leistung um bis zu 80% günstiger ist. Hinzu kommt, dass 50 Millionen US-Amerikaner immer noch nicht krankenversichert sind und derartige Eingriffe aus ihren Ersparnissen finanzieren müssen. Interessanterweise ist dieser Medizintourismus jedoch keine Einbahnstraße, sondern auch die Patientenversorgung von indischen Staatsbürgern in den USA ist an der Tagesordnung. Wie lässt sich dieser Patientenzu- und -abfluss ökonomisch erklären? Eines der Zauberwörter heißt „Spezialisierung“, stellen die Autoren u. v. a. in ihrem Arbeitspapier fest.

Die Anregung für das Forschungsprojekt kam aus dem Center of Medical Tourism Research an der UIW. Die Ergebnisse wurden inzwischen auf zwei internationalen Konferenzen in San Antonio und Budapest einem wissenschaftlichen Publikum vorgestellt und ausführlich diskutiert. In welcher Form und in welchem Unfang Angebote an Gesundheitsleistungen speziell für ausländische „Privatkundschaft“ auch für deutsche Krankenhäuser in der hiesigen Region lohnende Geschäftsfelder eröffnen können, will Prof. Piazolo in einer Folgestudie untersuchen.

Das Arbeitspapier steht für Interessierte im Internet unter www.fh-kl.de/fachbereiche/bw/veroeffentlichungen/workingpaperslehrbriefreihe.html zum Download bereit.

Ihr Ansprechpartner:
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