Studiengang Mechatronik
Abschluß: Abschluss: Diplomingenieurin (FH) / Diplomingenieur (FH)
Was ist Mechatronik?
Mechatronik ist ein interdisziplinäres Gebiet, das mechanische, elektronische und informationsverarbeitende Elemente miteinander verknüpft. Für entsprechende technische Produkte wurde in Japan bereits 1975 das Kunstwort Mechatronik geprägt. Im Vordergrund steht hierbei die Erweiterung und Ergänzung mechanischer Systeme durch Sensoren, Aktoren und Mikroprozessoren samt zugehöriger Informationsverarbeitung, zur Schaffung intelligenter, flexibel einsetzbarer Produkte. Wesentlich ist dabei die Betrachtung des Gesamtsystems und nicht das Denken in einzelnen Komponenten. Beispiele mechatronischer Systeme sind Roboter oder Systeme der Fahrzeugtechnik, wie elektronisches Motormanagement, Antiblockiersystem, Antriebsschlupfregelung und Fahrdynamikregelung. Typisch für all diese Produkte ist ein hoher Anteil von Systemwissen und Software, die für deren Entwicklung, Konstruktion und Einsatz wichtig sind. Ein zentraler Aspekt der Mechatronik ist die Realisierung kontrollierter Bewegungen. Klassische technische Lösungen in Form von Mechanismen und Getrieben werden dabei durch mechatronische Lösungen ersetzt. Zu weiteren Vorteilen zählen große Flexibilität, kurze Entwicklungszeiten und preisgünstige Realisierung.
Der Studiengang Mechatronik
Den Anforderungen an mechatronische Systeme entsprechend, sind die Inhalte des Studiengangs Mechatronik neben den Gebieten des klassischen Maschinenbaus durch hohe Anteile an Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Mikroprozessortechnik sowie insbesondere Informatik gekennzeichnet. Das Studium besteht aus einem dreisemestrigen Grundstudium, vier Semestern Hauptstudium, inklusive einem Praxissemester, und der Diplomarbeit. Durch das Praxissemester und umfangreiche praktische Ausbildung in gut ausgestatteten Labors, weist das Studium einen starken Praxisbezug auf. Der erfolgreiche Studienabschluss führt zur Verleihung des Diplomgrades Dipl.-Ing. (FH).
Tätigkeitsfelder
Durch die sehr breite auf Teamarbeit angelegte Ausbildung bieten sich dem/der Mechatronik-Ingenieur/in eine große Zahl von Tätigkeitsfeldern. Aufgrund des erworbenen Systemdenkens stehen auch Führungspositionen offen. Beispielhaft seien Tätigkeiten in der angewandten Forschung, Entwicklung, Produktion, Wartung und im Vertrieb mechatronischer Systeme genannt. Durch den hohen Informatikanteil, ergeben sich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten bei Rechneranwendungen in allen Bereichen der Ingenieurtätigkeit sowie in der EDV-Branche. Die Berufsaussichten sind sehr gut.
