Studiengang Maschinenbau
mit den Studienschwerpunkten Allgemeiner Maschinenbau, Verfahrenstechnik / Umwelttechnik, Produktionstechnik, und Fahrzeugtechnik / Leichtbau
Abschluß: Abschluss: Diplomingenieurin (FH) / Diplomingenieur (FH)
Studienschwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau
Entwurf, Berechnung und Konstruktion von Maschinen und Anlagen gehören seit jeher zu den Grundlagen des Maschinenbaustudiums. Die Berechnungsmethoden und Lösungsansätze haben sich allerdings durch den stetigen Forschungsfortschritt weiterentwickelt. Dem tragen die schwerpunktspezifischen Vorlesungen und Labors Rechnung, z. B. Fördertechnik, Energietechnik, Kolbenmaschinen und Strömungsmaschinen, um nur einige zu nennen. Auch in diesen Fächern ist eine computergestützte Berechnung (z. B. Finite Elemente Methode), eine Konstruktion mit CAD oder eine Anlagensimulation und Steuerung mit Spezialprogrammen nicht mehr wegzudenken.
Besonderen Wert wird darauf gelegt, dass das erworbene theoretische Wissen über Maschinen und deren Verhalten, durch angeleitetes und selbstständiges Arbeiten in den Labors praktisch vertieft wird. Voraussetzung hierfür sind gut ausgestattete Labors. Der Fachbereich Angewndte Ingenieurwissenschaften an der Fachhochschule Kaiserslautern hat über Jahre solche Labors aufgebaut, die es mit moderner Messtechnik und Rechnerausstattung ermöglichen, viele in der Praxis auftretende Probleme zu bearbeiten und zu lösen.
So stehen z. B. im Kolbenmaschinenlabor ein Leistungs-Rollenprüfstand sowie verschiedene z. T. rechnergesteuerte Motorenprüfstände zur Verfügung. Sie machen das Verhalten von Otto- und Dieselmotoren - vom Druckverlauf im Zylinderinneren über die Leistung bis hin zur Umweltbeeinflussung in Folge Abgas, Geräusch und Schwingungen - erfassbar und nachvollziehbar.
Im Energietechniklabor werden Kenntnisse über Energieerzeuger (Gas- und Ölfeuerung) mit Abgasanalyse, Messungen an Wärmetauschern und Versuchen mit Sonnenkollektoren und Solarzellen vermittelt.
Das Labor für Strömungstechnik und Strömungsmaschinen verfügt z. B. über alle gängigen Messtechniken zur Druck-, Kraft-, Geschwindigkeits-, und Volumenstromerfassung. Es sind Versuchsanlagen für Turbinen, Gebläse und Pumpen mit z. T. computergestützter Kennfeldermittlung vorhanden. Für den vorhandenen Windkanal (max. 140 km/h) wurde eine 3D-Schrittmotoreinheit zur genauen Positionierung von Messsonden konzipiert und aufgebaut. Mit Hilfe eine 6-Komponenten-Windkanalwaage wurden z. B. Motorradhelme, Mountainbikeräder und Pkw- bzw. Lkw-Modelle strömungstechnisch untersucht und optimiert. Maschinenbauingenieure/innen aus dem Bereich Allgemeiner Maschinenbau finden z. B. im Versuch, der Forschung und Entwicklung ein breites Tätigkeitsfeld.
Studienschwerpunkt Verfahrenstechnik / Umweltschutz
Die Verfahrenstechnik ist eine Ingenieurdisziplin, die sich mit der Entwicklung und Verbesserung von Verfahren beschäftigt, deren Ziele eine physikalische oder chemische Umwandlung von Stoffen sind. Durch eine moderne und breite Ausbildung eröffnen sich dem/der Verfahrenstechniker/in vielfältige und interessante Aufgabengebiete.
Dazu gehören z. B. folgende, teilweise stark wachsende Zweige der Wirtschaft:
- Lebens- und Genussmittelindustrie:
z.B. Umwandlung von pflanzlichen Rohstoffen - Pharmazeutische Industrie:
Herstellung von Arzneimitteln - Biotechnologie
z.B. Schadstoffabbau mittels Bakterien - Medizintechnik
- Kosmetikindustrie
- Chemische Industrie
und verwandte Bereiche wie Papier-, Leder- und holzverarbeitende Industrie - Umwelt- und Entsorgungstechnik:
- z.B. Recycling-Verfahren Energietechnik, Energieversorgung
Im Labor für Thermische Verfahrenstechnik erlernen die Studierenden die Handhabung entsprechender Messeinrichtungen sowie den praktischen Umgang mit den einzelnen Versuchsständen.
Besonders Fachhochschulingenieure/innen werden aufgrund ihrer praxisorientierten Ausbildung von den Unternehmen sehr geschätzt. Die Fachhochschule Kaiserslautern bietet hierfür eine ausgezeichnet Ausbildung, die:
- breitgefächerte Grundlagen vermittelt
- über viele Laborpraktika verfügt
- internationale Erfahrung schon während des Studiums ermöglicht (Auslandspraktika)
Die Verfahrenstechnik steht vor der großen Herausforderung, mit unseren Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Luft, Wasser etc.) ökologisch verantwortlich umzugehen und geeignete Verfahren und Apparate immer weiter zu entwickeln. Deshalb gilt:
Verfahrenstechnik = Umweltschutz
Durch immer globalere Märkte und die Ausrichtung der Firmen auf ein weltweites Engagement ergeben sich für den/die Verfahrenstechniker/in mit entsprechenden Sprachkenntnissen internationale Betätigungsfelder.
Zitat (Staufenbiel: Berufsplanung für Ingenieure 1997):
Die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten im Bereich Verfahrenstechnik wird z.Zt. von vielen Studienanfängern unterschätzt.
Kontakte sind vorhanden mit folgenden Firmen:
- BASF AG BASF / COORP. (USA)
- EWK KAISERSLAUTERN
- MERCEDES BENZ
- BAYER AG
- FREUDENBERG
- RASCHIG AGSARTORIUS
- DIVERSEY/UNILEVER
- HYDAC
- SIEMENS KWU
- DORNIER
- KKK
- SLFA NEUSTADT
- DOW Chemical
- KSB
- EKATO
- LUTRAVIL
Studienschwerpunkt Produktionstechnik
Die Produktionstechnik befasst sich mit der technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Vorbereitung, Durchführung und Optimierung bei der Herstellung von Produkten.
Durch die Entwicklung leistungsfähiger Produkte und den Aufbau einer wirtschaftlichen und flexiblen Produktion sichert die Produktionstechnik die globale Wettbewerbsfähigkeit. Die Ausbildung der Studierenden im Studienschwerpunkt Produktionstechnik orientiert sich insbesondere an diesen und den folgenden Bedingungen.
- Strategische Unternehmensplanung erfordert den Generalisten:
"Buy or Make, globale Logistik, Fabrikplanung" - Informationsmanagement erzwingt computerintegriertes Produzieren:
"Produktionsplanung PPS, Konstruktion CAD, Arbeitsplanung CAP, Qualitätsmanagement CAQ, Produktionssteuerung CAM" - Wirtschaftliche Fertigung erfordert die fertigungsgerechte Produktgestaltung:
"Baukastenkonzepte, Qualitäts- und Fertigungsoptimierung" - Die wirtschaftliche Fertigung erfordert die automatisierte flexible Produktion:
"CNC-Maschinen, Flexible Fertigungssysteme, Roboter, Messstationen" - Die wirtschaftliche Fertigung erfordert produktive Fertigungsverfahren:
"Komplettbearbeitung, Hochgeschwindigkeitszerspanung, Trockenbearbeitung" - Die wirtschaftliche Fertigung erfordert hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter:
"Arbeitswissenschaften, Projektmanagement, Menschenführung"
Auf diese Anforderungen bereiten wir Sie durch praxisnahe Ausbildung in modernen Laboren vor. Dabei steht der im Team arbeitende Mensch im Mittelpunkt.
Vertieftes Wissen in einem Fachgebiet befähigt den/die Ingenieur/in, Umfang und Vielschichtigkeit der künftigen Aufgaben zu überblicken, spezielle Teillösungen in eine Gesamtlösung des Teams einzubinden und die Schnittstellenprobleme zu meistern. Neben dem notwendigen Fachwissen stehen soziale Kompetenz sowie die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Grundlagen als auch Methoden der Kostenkalkulation im Vordergrund.
Wahlfächer vertiefen einzelne technische und umwelttechnische Aspekte, bieten Informationen zum Arbeits- und Vertragsrecht.
Studienschwerpunkt Fahrzeugtechnik / Leichtbau
Leichtbau ist eine entscheidende Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Fahrzeugtechnik. Nicht nur bei Straßen- und Schienenfahrzeugen, ebenso im Flugzeugbau bestimmt u. a. das Gewicht den Energieverbrauch und damit die Umweltbelastung sowie die Schonung von Ressourcen. Auch wegen der steigenden Anforderungen der Fahrzeuge an Stabilität und Sicherheit ist eine Gewichtsreduzierung durch Leichtbaukonstruktionen und Einsatz moderner Werkstoffe notwendig. Das Bild zeigt ein mögliches Zukunftskonzept.
In der Vertiefungsrichtung Fahrzeugtechnik/Leichtbau wird besonderen Wert auf praxisnahe Vorlesungen gelegt. Dazu werden den Studierenden Kenntnisse der Konstruktion und Optimierung von Bauteilgeometrien, der Antriebskonzepte sowie der Einsatz neuer Werkstoffe und moderner Fertigungstechnologien vermittelt. Eine wesentliche Rolle spielen die Ausbildung am Computer als Ingenieurwerkzeug in allen Entwicklungsbereichen und die angewandten Labore z. B. in Werkstoffkunde, Kunststoff- und Fahrzeugtechnik (siehe Bild rechts). Am Ende des Studiums steht die Anfertigung einer praxisorientierten Diplomarbeit, die überwiegend in Zusammenarbeit mit der Industrie im Rahmen von Forschungsprojekten durchgeführt wird.
Mit HiTec zum Fahrzeug der Zukunft - leicht, umweltschonend, sparsam
